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Auskunft:



Andreas Pazatka, Tel. (0661) 6791255
mobil 0171-3741799


Prellball im Rahmen des HTV-Projektes "Schule und Verein" ...

... soll den Vereinen der Region möglich machen, wieder Prellball zu spielen und als Partner die Schulen zu gewinnen, die mit dem Prellballspiel hervorragende Möglichkeiten haben, auch größere Schülerzahlen ideal zu beschäftigen. Das Spiel ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet.
Prellball werden wir den Schulen und Vereinen auf Wunsch vor Ort oder im Rahmen unserer Trainingszeiten präsentieren, so dass Lehrer, Vereinsvertreter und interessierte Anfänger das Spiel unverbindlich kennenlernen können. Termine auf Anfrage.

(Bild vom letzten Landesliga-Spieltag
der U23-Ligen)

PRELLBALL

Trainingszeiten ab 9.5.09:

Auf Anfrage (alle Altersgruppen M/W) ,
Winfriedschule
 

Prellball ...

... gehört zu den Turnspielen und wurde von den Turnern früher zum Ausgleich gespielt. Wie bei allen Turnspielen lassen sich die Regeln leicht an die evtl. unterschiedliche Leistungsfähigkeit der Teilnehmer anpassen. In Nord- und Osthessen ist das Spiel nicht mehr verbreitet.

Prellball wird bei Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen bis zur Bundesliga in Rundenspielen und Turnierform gespielt. Es gibt 2er- und 4er-Prellball (Spielerzahl je Mannschaft). Es ist ein Spiel, bei dem viele motorische Fähigkeiten (Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Beweglichkeit, Koordination/Antizipation ...) geschult werden. Dennoch lässt es sich mit den einfachsten Mitteln spielen. In den meisten Sporthallen sind Badminton-Felder markiert. Deren Maße unterscheiden sich vom 2er-Prellball-Feld nur unwesentlich. Mit einer umgedrehten Turnbank als Trennung zwischen den Spielfeldhälften und einem alten Volleyball lässt sich schon ganz prima Prellball lernen und spielen.

2er-Prellball im Freizeitsport
Zwei Mannschaften mit je zwei Spieler/innen spielen gegeneinander in einem z.B. 6x12 m großen Feld. Die zwei Spielfeldhälften sind durch eine Schnur oder ein Band getrennt, das 35 cm über dem Boden rechtwinklig zur langen Seite mittig quer über das Feld gespannt ist. Je Mannschaft muss der Ball je einmal von jedem Spieler geschlagen werden, wird also mit dem zweiten Ballkontakt wieder zum Gegner gespielt. Ziel des Spieles ist, Gutpunkte zu erzielen, indem dem Gegner das Rückspiel unmöglich gemacht wird. Das Spiel kann bis zu einer bestimmten Punktezahl oder auf Zeit gespielt werden.
Der Ball muss immer regelgerecht mit Faust oder Unterarm geschlagen werden (kein Führen, kein Abprallen). Die Schlagrichtung muss immer deutlich erkennbar nach unten gerichtet sein, so dass der Ball im Feld auf dem Boden aufprellt ("uffdoppt"). Der von der gegnerischen Seite kommende Ball darf allerdings auch mit der flachen Hand angenommen werden, aber nicht direkt zurück geschlagen werden. Bevor der Ball die Leine überquert und zwischen den Ballberührungen muss der Ball einmal den Boden berühren. Mehrfache Bodenberührungen zwischen den Schlägen sind nicht gestattet. Kommt der Ball über die Leine, so darf der Ball aus der Luft gespielt werden oder direkt nach der ersten Bodenberührung. Wird ein Spielzug durch einen Fehler unterbrochen, erhält die Mannschaft die Angabe, die den Fehler gemacht hat. Die andere Mannschaft erhält einen Gutpunkt. Die Angabe kann beim 2er Prellball von jeder beliebigen Stelle des Feldes aus erfolgen.
Der Spielverlauf ist einfach (Ball annehmen, dann zurückschlagen ... und auf der anderen Seite ebenso) und von einem guten Stellungsspiel, einer guten Taktik und effektvollen Schlägen bestimmt, beide Spieler/innen müssen gut annehmen und gut zurück spielen können.

4er-Prellball im Freizeitsport
Das Feld ist größer als beim 2er-Prellbal (ideal ca. 8x16 m). 4 Spieler pro Mannschaft sind auf dem Feld (mindestens 3), drei Ballkontakte sind erlaubt (Ballannahme, Angriffs-Vorbereitung, Angriffs-Schlag). Bei der Angabe steht der Spieler hinter der Grundlinie (rückwärtige Feldbegrenzung). Das Anhalten oder Schlagen des Balles mit geöffneter Hand ist verboten (auch wenn der Ball mit dem Unterarm gestroffen wird). Die Leine/das Band ist 40 cm hoch angebracht. Die Spieltaktik ist stärker darauf ausgerichtet, einen guten Schlagmann richtig einzusetzen.

Einfache Übungen
1.) Ein Spieler schlägt einen Volleyball abwechselnd mit der linken und rechten Faust auf den Boden, so dass der Ball senkrecht nach oben zurückprellt. Da der Ball höher zurückprellt, muss man warten, bis der Ball wieder auf Hüfthöhe herunterfällt, bevor man dem Ball den nächsten Schlag "mitgibt".
2.) Ein Spieler schlägt den Ball, so dass dieser aufprellt und dann von der Wand abprallt. Der Ball kann entweder auf dem Boden aufprellen, bevor er wieder zur Wand geschlagen wird oder direkt aus der Luft wieder zur Wand geschlagen werden (immer mit Bodenkontakt, bevor der Ball an die Wand prellt).
3.) Zwei Spieler stehen sich gegenüber. Zwischen Ihnen liegt ein Gymnastikreifen. Die Spieler prellen sich den Ball zu, so dass dieser zwischen den Schlägen immer einmal im Gymnastikreifen aufprellt.

Schlagausführung
A.) Man schlägt den Ball mit Faust oder Unterarm direkt von oben in Richtung Boden. Der Körper bleibt dabei aufrecht, man geht allerdings mit dem Schlag leicht in die Knie. Mit diesem Schlag werden hoch steigende Bälle erzielt.
B.) Man schlägt den Ball mit einem Rundschlag in Richtung Boden. Da der Arm gestreckt um den Körper herumgeführt wird, bis er den Ball trifft, muss der Oberkörper nach vorne gebeugt werden, um den Schlag nach unten zu richten. Mit diesem Schlag werden schnellere, mittelhoch prellende Bälle erzielt. Die seitliche Abweichung der Flugbahn ist nur mit viel Erfahrung einschätzbar.
C.) Man führt den Arm gestreckt von hinten nach unten am Knie vorbei nach vorn. Der Oberkörper wird nach vorn gebeugt, während man in die Knie geht, damit der von hinten kommende Arm den Ball trifft, bevor der Arm senkrecht nach unten zeigt (weil sonst der Ball nach dem Schlag nicht mehr nach unten fliegen würde). Mit diesem Schlag werden eher schnelle, flache Bälle erzielt.

(Alle Spielbilder sind vom Spieltag der Hess. Landesliga U23 am 10.2.2008)


Der 1. Vorsitzende, Klaus Helmerich (re.), beim Projektgespräch mit Anja Reile, Beauftragt für die U23-Prellball-Landesliga in Hessen (mitte) und A. Pazatka (li.)

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